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TWS API Einstellungen

4 Minuten Lesezeit

1. Überblick #

Damit die Verbindung zwischen der Trader Workstation (TWS) von Interactive Brokers und der OptionsApp zuverlässig funktioniert, müssen sowohl die API-Einstellungen in der TWS als auch die Verbindungseinstellungen in der OptionsApp korrekt konfiguriert werden.

Die Verbindungseinstellungen der OptionsApp befinden sich im Bereich „Settings“. Die API-Einstellungen werden direkt in der Trader Workstation vorgenommen.

2. Verbindungseinstellungen in der OptionsApp #

2.1 Host #

Im Feld „Host“ wird festgelegt, auf welchem Rechner die Trader Workstation ausgeführt wird.

Standardmäßig ist hier die IP-Adresse des aktuellen Rechners eingetragen. Wenn OptionsApp und TWS auf demselben Rechner oder Server ausgeführt werden, muss der Eintrag nicht geändert werden.

Eine Anpassung ist nur erforderlich, wenn OptionsApp und TWS auf unterschiedlichen Systemen laufen.

Beispiel:

  • OptionsApp läuft auf einem lokalen Rechner.
  • TWS läuft auf einem externen Server.

In diesem Fall muss im Feld „Host“ die IP-Adresse des Servers eingetragen werden, auf dem die TWS ausgeführt wird.

2.2 Client-ID #

Die Client-ID dient zur eindeutigen Unterscheidung von API-Verbindungen.

Für die OptionsApp wird die Client-ID 0 empfohlen.

In der TWS sollte unter „Master API Client ID“ ebenfalls der Wert 0 eingetragen werden.

2.3 Port #

Der Port legt fest, über welchen Verbindungskanal die OptionsApp mit der TWS kommuniziert.

Der in der OptionsApp eingetragene Port muss exakt mit dem Socket Port übereinstimmen, der in den API-Einstellungen der TWS hinterlegt ist. Stimmen die Werte nicht überein, kann keine Verbindung aufgebaut werden.

Bei mehreren parallel ausgeführten TWS-Instanzen muss jede Instanz einen eigenen Port verwenden.

Beispiel:

  • Live-Konto: Port 7496
  • Paper-Konto: Port 7497
  • weitere TWS-Instanz: Port 7498

2.4 Timezone #

Im Feld „Timezone“ wird die Zeitzone festgelegt, mit der die OptionsApp arbeitet.

Die Zeitzone sollte in allen beteiligten Systemen identisch eingestellt sein:

  • in der OptionsApp
  • in der TWS
  • auf dem Rechner oder Server

Empfohlen wird die Zeitzone US/Eastern, da sich die meisten Optionsstrategien auf US-Underlyings und US-Handelszeiten beziehen.

Eine andere Zeitzone kann verwendet werden, sofern TWS, OptionsApp und Systemzeit vollständig übereinstimmen. Abweichende Einstellungen können zu falschen Handelszeiten, fehlerhaften Close-Zeiten oder Problemen bei Entry- und Exit-Conditions führen.

2.5 Market Data Lines #

Die Market Data Lines geben an, wie viele parallele Marktdatenabfragen die OptionsApp verwenden darf.

Standardmäßig sind bei Interactive Brokers häufig 100 Market Data Lines verfügbar. In der OptionsApp kann daher in den meisten Fällen der Wert 100 eingetragen bleiben.

Nur wenn bei Interactive Brokers zusätzliche Market Data Lines freigeschaltet wurden, sollte ein entsprechend höherer Wert eingetragen werden.

3. API-Einstellungen der TWS #

Folgende API-Einstellungen müssen in der TWS gesetzt werden:

  • ActiveX- und Socket-Clients aktivieren (Haken setzen)
    Diese Einstellung ermöglicht der OptionsApp, über die API eine Verbindung zur TWS aufzubauen.
  • Schreibgeschützte API (Keinen Haken setzen)
    Die OptionsApp muss nicht nur Daten aus der TWS lesen, sondern auch Orders übermitteln und verwalten können.
  • Socket Port
    Der Socket Port muss mit dem Port übereinstimmen, der in der OptionsApp eingetragen ist.
    Nur wenn beide Werte identisch sind, kann die Verbindung zwischen TWS und OptionsApp aufgebaut werden.
  • Gesamten Trading-Plan für API freigeben (Haken setzen)
    Diese Einstellung stellt sicher, dass vollständige Handelsausführungen korrekt an die OptionsApp übertragen werden.
  • Master API Client ID (Wert 0 eintragen)
    Dadurch wird die API-Verbindung der OptionsApp korrekt als Master-Verbindung behandelt und die Zuordnung von Orders und Positionen unterstützt.
  • Nur Verbindungen vom lokalen Host zulassen (Haken setzen)
    Diese Einstellung erhöht die Sicherheit, indem nur API-Verbindungen vom gleichen Rechner zugelassen werden.

4. API-Vorsichtseinstellungen #

Folgende API-Vorsichtseinstellungen müssen gesetzt werden:

  • Vorsichtseinstellungen für API-Orders übergehen (Haken setzen)
    Dadurch werden allgemeine Warnmeldungen bei Orderübermittlungen über die API unterdrückt.
  • Warnung zur Umleitung von Aktien-Orders bei API-Orders umgehen (Haken setzen)
    Diese Einstellung verhindert unnötige Warnmeldungen bei der Umleitung von Aktien-Orders.
  • Bypass No Overfill Protection precaution for destinations where implied natively (Haken setzen)
    Dadurch werden Warnmeldungen unterdrückt, wenn die betreffende Schutzfunktion am Zielmarkt bereits nativ berücksichtigt wird.

5. Empfohlene Standardkonfiguration #

Für die meisten Installationen wird folgende Konfiguration empfohlen:

  • Host: unverändert lassen, wenn TWS und OptionsApp auf demselben Rechner laufen
  • Client-ID: 0
  • Port: identisch zum Socket Port der TWS
  • Timezone: US/Eastern
  • Market Data Lines: 100
  • ActiveX- und Socket-Clients: aktiviert
  • Schreibgeschützte API: deaktiviert
  • Gesamten Trading-Plan für API freigeben: aktiviert
  • Master API Client ID: 0
  • Nur Verbindungen vom lokalen Host zulassen: aktiviert
  • API-Vorsichtseinstellungen: aktiviert

6. Wichtige Hinweise #

Nach Änderungen an den API- oder Verbindungseinstellungen müssen die TWS und die OptionsApp vollständig neu gestartet werden, damit alle Anpassungen wirksam werden.

Insbesondere Port, Client-ID und Zeitzone müssen in der OptionsApp und der TWS konsistent konfiguriert sein.

Je nach TWS-Version können die Reihenfolge oder die Benennung einzelner Einstellungen abweichen.