Diese Website beschreibt bereits die OptionsApp 2.0, Release am 08.10.2026. Bis dahin steht im Download die Version 1.10. Aktien, ETFs und einzelne neue Funktionen sind erst ab dem Release verfügbar.
OptionsApp

Aktien & ETFs: Orders und laufende Trades

Stand: 2. Oktober 20264 Min Lesezeit

1. Überblick

Bei Aktien und ETFs arbeitet die OptionsApp mit wenigen, festen Ordertypen: Einstieg und geplanter Ausstieg laufen über Market-Orders, Profit Target und Stop Loss liegen nach dem Einstieg als eigene Orders bei Interactive Brokers. Gehandelt wird nur in der regulären Handelszeit.

2. Einstieg

Zur Einstiegszeit oder beim Auslösen des Triggers sendet die OptionsApp eine Market-Order über die Stückzahl der Zeile, gültig für den Tag (DAY) und mit dem Routing, das bei der Suche gewählt wurde (Standard SMART).

Vor dem Senden prüft die OptionsApp unter anderem, ob die Börse geöffnet ist und ob "Max. open Trades" der Strategie erreicht ist. Wird die Order nur teilweise ausgeführt, gilt der ausgeführte Teil als laufender Trade, und Target und Stop richten sich nach dieser Stückzahl. Bestätigt die TWS eine Einstiegsorder nicht innerhalb von zwei Minuten, storniert die OptionsApp sie und meldet das.

3. Profit Target und Stop Loss beim Broker

Sobald der Einstieg ausgeführt ist, legt die OptionsApp zwei Orders bei Interactive Brokers ab:

  • den Stop Loss als Stop-Market-Order (STP),
  • das Profit Target als Limit-Order (LMT).

Beide sind GTC (Good Till Canceled), gelten also auch über Nacht und über mehrere Tage, und sie sind als OCA-Gruppe (One Cancels All) gekoppelt: Wird eine ausgeführt, storniert Interactive Brokers die andere. Die Preise berechnet die OptionsApp aus dem Ausführungspreis des Einstiegs und rundet sie auf die Kursschritte der Börse. Der Stop wird nach der Methode Double Bid/Ask ausgelöst, also erst, wenn der Kurs die Stop-Marke zweimal hintereinander erreicht.

Fehlt eine dieser Orders bei der TWS, legt die OptionsApp sie neu an. Das geschieht auch bei geschlossener Börse. Nach drei erfolglosen Versuchen erscheint eine Warnung.

4. Ausstieg

Steht ein geplanter Ausstieg an oder löst eine Exit Condition aus, storniert die OptionsApp zuerst Target und Stop, wartet die Bestätigung der TWS ab und schließt dann mit einer Market-Order. Vorher prüft sie, ob das Konto die Position noch hält. Weicht der Bestand ab, sendet sie keine Order und meldet die Abweichung.

5. Nur in der regulären Handelszeit

Einstiege, Ausstiege, Direct Trades und das Schließen von Hand finden nur in der regulären Handelszeit der jeweiligen Börse statt. Ein Ausstieg, der außerhalb fällig wird, wartet auf die nächste Eröffnung. Vorbörse und Nachbörse nutzt die OptionsApp bei Aktien und ETFs nicht, auch nicht mit der Freischaltung "Orders außerhalb der regulären Handelszeiten".

6. Neustart und Orders in der TWS

Jede Order trägt in der TWS eine Kennung. Sie beginnt mit "OptionsApp: Equity Trade" und der Nummer des Trades und nennt die Art der Order, etwa "Stop Loss Order". Daran erkennt die OptionsApp ihre Orders nach einem Neustart wieder. Ausführungen, die in die Zeit fallen, in der die OptionsApp nicht lief, trägt sie beim nächsten Start nach.

Orders, die nicht von der OptionsApp stammen, fasst sie nicht an. Liegen auf einer verwalteten Aktie fremde Orders, meldet sie das.

7. Das Dashboard "Stocks & ETFs"

Im Dashboard zeigt der Reiter "Stocks & ETFs" alle Trades: laufende, geschlossene und die geplanten Einstiege der gewählten Woche ("TRADING WEEK", die laufende und die drei folgenden Wochen). Je Trade stehen dort unter anderem Einstiegspreis, Stop ("SL"), Target ("TP"), aktueller Kurs, Ergebnis und Status, etwa PENDING für geplant, RUNNING für laufend und CLOSED für geschlossen. Ein Punkt je Zeile zeigt, ob die Börse der Aktie gerade geöffnet ist.

Die Schaltflächen über der Tabelle:

  • Trade-Protokoll: zeigt alle Schritte des gewählten Trades.
  • Übergeben: übergibt den gewählten Trade an den Anwender (siehe Abschnitt 8).
  • Schließen: schließt den gewählten Trade sofort mit einer Market-Order.
  • Direct Trade: eröffnet sofort einen Trade ohne Zeitplan.
  • Holdings: zeigt den eigenen Bestand neben den Trades der OptionsApp (siehe Abschnitt 8).

Ein Direct Trade wird im Fenster "Direct Equity Trade" angelegt: Aktie, Strategie ("ATTACH TRADE TO CONFIGURATION"), Stückzahl (negativ für Short) und auf Wunsch Stop Loss und Profit Target in Prozent. Er zählt auf "Max. open Trades" der gewählten Strategie und erscheint in der Auswertung. Einen geplanten Ausstieg hat er nicht, er endet über Target, Stop oder von Hand.

Aktien-Trades erscheinen außerdem in der Auswertung unter "Evaluations".

8. Eigener Bestand und Übergabe

Wer eine Aktie bereits selbst im Konto hält, kann sie trotzdem über die OptionsApp handeln. Beim ersten Einstieg in eine Aktie erfasst die OptionsApp den vorhandenen Bestand als eigenen Bestand des Anwenders und rechnet ihn danach getrennt von ihren Trades.

Ändert sich der Bestand im Konto von außen, etwa durch einen Kauf in der TWS, vergleicht die OptionsApp. Sind ihre eigenen Stück noch gedeckt, pausiert sie die Trades dieser Aktie: Target und Stop bleiben beim Broker liegen, aber es gibt keine neuen Aktionen, bis der Bestand wieder stimmt. Sind sie nicht mehr gedeckt, übergibt sie die Trades an den Anwender (Status UNMANAGED).

Im Fenster "Holdings" steht je Aktie, was die OptionsApp hält ("App shares"), der eigene Bestand ("Manual shares"), der Kontostand und die Differenz. Mit "Take over difference" wird eine Abweichung als eigener Bestand übernommen, mit "Resume trades" nimmt die OptionsApp übergebene Trades wieder auf.

Ein Trade lässt sich auch von Hand übergeben, etwa um ihn in der TWS selbst zu führen. Die OptionsApp storniert dann ihre Orders und verwaltet den Trade nicht mehr. Wie er geschlossen wurde, lässt sich danach über dieselbe Schaltfläche nachtragen ("Book closure"). Solange ein übergebener Trade offen ist, eröffnet die OptionsApp in dieser Aktie keine neuen Trades.

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